„travel“ mal anders – mein erster Pilz-Trip Pt.1

Mein letzter Urlaub war unglaublich vielfältig. Ich war surfen, bin geflogen, habe unglaubliche Naturwunder gesehen. Und das alles auf einem Campingplatz in Amsterdam.

Um das mal vorweg zu nehmen – ich bin kein Junkie oder asozialer Drogenkonsument. Generell habe ich vor allem, was die Wahrnehmung trübt oder den Körper verscheißert großen Respekt. Und da ist es egal ob es legale Medikamente oder illegale Drogen sind. Dennoch habe ich eine offene Haltung dazu und informiere mich gerne darüber – auch wenn ich bei Weitem nicht alles ausprobieren will. Mein Interesse gilt aber vor allem dem, was Mutter Natur uns so zur Verfügung stellt 😉 An dieser Stelle kann ich auch sagen, dass ich ziemlich überzeugt von der medizinischen Wirkung von Cannabis bin. Ich rauche regelmäßig, aber in Maßen. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Gerade was meine Borderline Symptome angeht hilft mir das mehr, als die Tabletten, die mir bisher vom Psychiater verschrieben wurden.

Kommen wir zur Sache…

Am 21.08. fuhr ich mit ein paar Freunden von mir für 5 Tage nach Amsterdam. Ich habe mich tierisch darauf gefreut, die letzten Sommertage nochmal zu nutzen und wegzufahren.
Typisch Touri deckten wir uns noch bevor wir ankamen erstmal in einem Coffeeshop ein und wurden auf dem Campingplatz auch erstmal mit einem herzallerliebsten Willkommensjoint begrüßt. „Camping Zeeburg“ in Amsterdam ist übrigens einer der schönsten Campingplätze, die ich bisher gesehen habe. Man hat alles, was das Herz begehrt und kann sich richtig wohl fühlen, egal, welche Absichten man mit dem Amsterdam-Urlaub hat 🙂

Schon am ersten Abend kam das Gesprächsthema Shrooms auf. Die meisten der Leute, die mit mir dort waren, fahren jedes Jahr auf den Campingplatz und hatten schon einen Plan, was sie alles machen wollten. Zwei von ihnen wollten unbedingt wieder Trüffel essen und versuchten noch Leute zu überzeugen, mit ihnen zu trippen. Vor diesem Urlaub war meine Haltung zu Pilzen ziemlich eindeutig: auf keinen Fall. Ich hatte schon viel über Pilz-Trips gehört und stellte es mir unglaublich unangenehm vor, so die Kontrolle über sich zu verlieren. Und dann noch die ziemlich hohe Badtrip-Gefahr, was bei meinem Denker-Hirn sowieso riskant ist – nein danke, da verzichte ich lieber.

Und wie so häufig kam dann alles anders.

Manu, ein Freund von mir, der das Talent besitzt, ziemlich überzeugend argumentieren zu können (macht er übrigens auch beruflich), gelang es nach etwa 2 Bier und 2 J’s, meine Abneigung gegen Pilze deutlich aufzulockern. So sehr, dass ich unüberlegt in die Runde warf (eigentlich eher aus Spaß): „Also wenn wir das gleich morgen machen, damit ich keine Zeit habe, mir Gedanken darum zu machen, wäre ich dabei.“ Zack. Zu spät. Kaum ist mir der Satz über die Lippen gerutscht, stand der Plan des Folgetages schon. Und ich war dabei.

Das Gute war tatsächlich, dass ich nicht wirklich Zeit hatte, Panik vor dem mehr oder weniger bewussten Entschluss zu schieben. Und wenn dann auch noch ununterbrochen ein total euphorischer Manu um dich herumtänzelt, als wäre er ein kleines Kind, das sich auf seine Geburtstagsgeschenke freut, kann man eigentlich gar nicht anders, als sich mitzufreuen.

Im Smartshop…

Ehe ich mich versah, standen wir schon in einem Smartshop (Verkaufsstellen für Shrooms und alles rund um Cannabis) und ließen uns von einem braungebrannten Holländer mit Zahnpastalächeln auf den Lippen beraten. Der hatte dann auch sichtlich Spaß dabei, als ich aufgrund eines Missverständnisses ausversehen eine der stärksten Trüffelsorten des Hauses kaufen wollte. Er empfahl mir ursprünglich eine „Anfänger-Sorte“, für die ich mich dann auch entschied. Ich bestellte den Namen aus der Spalte, auf er mit dem Finger gedeutet hatte. Nur leider stellte sich heraus, dass er eigentlich von einer Spalte oben drüber geredet hat. Zu spät.

Weil mir meine Unaufmerksamkeit peinlich war, entschied ich mich trotzdem nicht nochmal um und nahm den Spaß für 13€ mit. Ein bisschen mulmig im Bauch wurde mir schon, als ich die kleine Box mit der Aufschrift „Cosmic Connectors“ dann zusammen mit Erdnüssen und Traubenzucker in den Händen hielt.

Dass der Zahnpasta-Holländer mir nach dem Kauf nochmal reindrückte, dass diese Sorte zur Kategorie „Mindfuck“ gehöre und ich vorsichtig sein solle, da es mein erstes Mal ist, trug auch nicht gerade zu meinem Wohlbefinden bei. Ich war echt froh, dass Manu die gleiche Sorte genommen hat, das nahm mir ein bisschen die Angst.

Wir hatten uns schon im Voraus den perfekten Ort zum Trippen ausgesucht: einen zugewachsenen Hügel in der Mitte unseres Campingplatzes, wo man trotz der Lage keine Menschenseele antraf und eine schöne Aussicht hatte. Wir warteten den Nachmittag ab, damit wir in die Dämmerung „herein-trippen“ konnten und machten uns dann auf zu unserem Spot. Und dann ging der Spaß los.

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.