Only the ocean & me – Liebeserklärung an das Meer

Die Morgendämmerung holt mich sanft au dem Land der Träume.
Anspannung. Wo bin ich?!
Ganz langsam kehren meine Sinne aus der morgendlichen Benommenheit zurück. Ich höre das Rauschen der Wellen, atme die salzige Luft ein.
Entspannung. Ich bin zu Hause.
Eine Möwe jammert über mir, als wolle sie mich auffordern, endlich aufzustehen. Ich öffne die Augen. Alles, was mich vom Strand trennt ist die dünne Zeltwand. Glücksgefühle kribbeln in meinem Bauch, als ich durch den Eingang linse und sehe, wie die Sonne sich gerade aus dem Wasser erhebt. Was für ein Morgen. Laut meiner Uhr ist es viel zu früh, um schon wach zu sein, aber ich bin voller Energie. Draußen ist keine Menschenseele zu sehen, also renne ich ohne zu überlegen komplett nackt der Liebe meines Lebens in die Arme.

Glück. Leidenschaft. Sicherheit. Freiheit. Heimat. Geborgenheit. Typische Begriffe um das Gefühl der Liebe zu beschreiben. All das empfinde ich, wenn ich am Meer bin. Das Meer ist meine große Liebe und wird es wohl immer bleiben.

Ich glaube, jeder Mensch hat so seine Art mit Downs umzugehen. Manch einer verkriecht sich in seiner Wohnung, wenn es ihm/ihr schlecht geht. Wieder ein anderer betrinkt sich und geht feiern. Wenn es mir wirklich schlecht geht, muss ich ans Meer. Die paar hundert Kilometer, die ich dafür zurücklegen muss, nehme ich gerne in Kauf. So bin ich z.b. vor einiger Zeit an einem Samstag Nachmittag spontan ca. 600 km nach Norden gefahren, einfach um eine Nacht am Meer zu verbringen. Für mich lohnt sich jede Minute, die ich an der Küste sein kann, egal was ich dafür tun muss.

Jedes Mal, wenn ich am Strand sitze und das unendliche Blau beobachte, ist es, als würde mein Inneres Chaos wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Energie, die mir das Wasser gibt, ist gigantisch. Und dabei ist es nebensächlich, wo ich mich befinde. Ob am Atlantik, am Mittelmeer, Pazifik oder sonstwo – sobald ich wieder Meeresluft schnuppern kann, fühle ich mich ein Stück weit zu Hause. Einer der vielen Gründe, warum ich nicht unbedingt in Deutschland bleiben will, sind die raren Möglichkeiten, meine Liebe zu sehen 😛

Jeder, der schon einmal am Meer war, weiß denke ich, wie einen dort das Gefühl der Freiheit beflügelt. Man ist plötzlich so klein, einfach nur ein winziger Teil dieser Welt. Wir Menschen errichten riesige Städte, entwickeln krasse technische Erfindungen, thronen an der Spitze der Nahrungskette und greifen in die Natur ein, wo und wie wir nur können. Und dann sind da diese riesigen, blauen Weiten, die wir niemals beherrschen werden. Und die meisten von uns, egal wie viel Macht sie haben, nehmen das auch so hin. Vor dem Meer sind wir alle nur Mensch, niemand hat mehr zu sagen, als der andere. Die See wird immer irgendwie „Mutter des Lebens“ sein. Dieser Gedanke fasziniert und begeistert mich.

So viel Sinn macht dieser Post glaube ich nicht, aber ich vermisse das Meer schrecklich und wollte ihm einfach ein paar Gedanken und Worte widmen. Und jetzt stimme ich mit Jack Johnson ein Lied an: When this world is too much, it will be only the ocean and me 😀

 

 

 

 

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